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Montag, 20. März 2017

Dr. P erkundigt sich

... wie es sich mit dem Sex verhält. Ob es ein Problem zwischen mir und M durch einen Rückzug gäbe, der gewöhnlich mit Depressionen einherginge. Ich sage, dass M selbstbewusst genug sei, so einen Rückzug zu verkraften und in der Lage, sich selbst zu helfen.

Was ich nicht sage: Wäre es anders, würde ich M dafür verachten. Unsicherheiten wegen Zurückweisung, Impotenz, kleinem Penis    ich will sowas nicht. Männer, die sich dafür schämen, tun recht daran.
Ich will keinen Mann, dessen, durch seinen Körper erzwungene oder stillschweigend von außen erbetene, Impotenz ihn beschädigt.
Ich will nicht, dass er diesen Umstand mit Humor oder mit Rücksicht kompensiert.
Ich will nicht verständnisvoll sein oder ihn für tapfer halten müssen. Gibt es etwas erbärmlicheres, als über seinen Mann zu sagen, er sei tapfer?

Wäre M nicht so ein guter Liebhaber, wären wir kein Paar.